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Bürgerkanzel - "Kraft der Zerbrechlichkeit"
Eingestellt am: 03.02.2012

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Ablauf

Taufgottesdienst – wie läuft das ab?

Eine Taufe – egal ob Säugling, Kind oder Erwachsener – kann entweder im regelmäßigen Gottesdienst der Gemeinde stattfinden. Dann wird damit zugleich ausgedrückt: Dieser Mensch wird aufgenommen in die Gemeinschaft dieser Gemeinde. Vorteilhaft ist hier auch die größere Zahl derer, die mitfeiern, die mitsingen und dem ganzen einen Rahmen geben. Oder es wird ein eigener Taufgottesdienst gefeiert, in der Regel in der Kirche. Dann kann den Hoffnungen und Wünschen, der Dankbarkeit und den Sorgen der Eltern oder des Täuflings mehr Raum gegeben werden und der Gottesdienst individueller gestaltet werden. Beides ist denkbar und es sollte in Ruhe mit dem Pastor oder der Pastorin überlegt werden. Das Zentrum jeder Taufe ist die Taufhandlung. Zunächst wird der Name des Täuflings genannt. Dann wird dreimal eine Hand voll Wasser über den Kopf des Täuflings gegossen als Zeichen für die drei Weisen, in denen Gott uns begegnet: Als unser Schöpfer, dem sich alles Leben verdankt, als Jesus Christus, der uns begleitet, dem Leben Richtung gibt und den Rücken stärkt und als Heiliger Geist, der uns begabt und lebendig macht. Der Satz dazu lautet: „Ich taufe dich im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Das Wasser steht dabei als Symbol für das Leben, ohne die Schöpfungsgabe des Wassers gäbe es nichts Lebendiges. Aber gerade wir Norddeutschen wissen auch um die andere Seite des Wassers, es kann auch bedrohlich sein. Die Bibel erzählt mit der Geschichte von der Sintflut davon, wie Menschen sich von Gott getrennt haben in Schuld und Verkehrung des Lebens und versinken in der Flut und wie mit Noah zugleich ein Neuanfang Gottes mit den Menschen gesetzt wird. Das Wasser der Taufe ist auch ein solches Zeichen des Neuanfangs im Namen Jesu Christi. Zu jeder Taufe gehört ein biblisches Wort, der Taufspruch, den Eltern oder (bei älteren Täuflingen) der/die zu Taufende selbst aussuchen können. Aber es ist auch möglich, sich diesen Spruch „schenken“ zu lassen von der Pastorin / dem Pastor. Ein weiterer wichtiger Teil ist der Taufsegen. Den spricht der Pastor, aber daran können auch z.B. die Paten beteiligt werden und dem Kind ein eigenes Segenswort mit auf den Weg geben. Häufig wird zur Taufe auch eine Taufkerze entzündet, sie erinnert daran, das Jesus (nach dem Johannes-Evangelium) gesagt hat: Ich bin das Licht der Welt. Dieses Licht steht für die erneuernde Kraft seiner Auferstehung und wird deshalb an der Osterkerze angezündet. Paten oder Eltern können für das Kind auch eine Taufkerze selbst gestalten. Es findet in der Regel ein ausführliches Taufgespräch statt, in dem sich Familie und Pastor/Pastorin kennenlernen und alle Fragen zu der Feier und der genaue Ablauf geklärt werden (gern auch bei Ihnen zuhause).