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Bürgerkanzel - "Kraft der Zerbrechlichkeit"
Eingestellt am: 03.02.2012

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Gottesdienste

26.02.12 18:00 Uhr: Bürgerkanzel: Kraft der Zerbrechlichkeit

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Nordelbien Webring

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Trauung

"Ja mit Gottes Hilfe"

Dies ist die zentrale Aussage, die das Brautpaar im Trau-Gottesdienst macht. Dieser Satz bringt auf den Punkt, was bei der kirchlichen Trauung in Ergänzung zur standesamtlichen Trauung geschieht. Beide versprechen einander vor Gott und vor Freunden und Verwandten, vor der Gemeinde: „Wir wollen dauerhaft und verbindlich miteinander unser Leben gestalten, wir vertrauen dazu auf Gottes Segen, wir setzen darauf, dass unsere Liebe an seiner Liebe zu den Menschen reift und wächst, wir trauen seinem Geist zu, dass er uns beweglich und lebendig hält durch alle Veränderungen, wir stellen unsere Beziehung auf den tiefer reichenden Grund Gottes“. Dazu sprechen sie das „Ja, mit Gottes Hilfe!“. „Ja, mit Gottes Hilfe“, dieser Satz drückt auch aus: das Gelingen einer Ehe ist nicht selbstverständlich, auch mit noch so gutem Willen haben wir es nicht in der Hand. Aber es gibt die Verheißung, dass es gelingen kann, Krisensituationen zu meistern und Gefährdungen auszuhalten mit Gottes Beistand.

Dem Vertrauen zueinander Ausdruck geben

Die Trauung ist der Ort, wo das gemeinsame Bild der Partnerschaft, die Zukunft des gemeinsamen Weges, die Wünsche, Träume und Befürchtungen ihren Ausdruck finden sollen: „Wir trauen uns!“ Deshalb wird sich der Pastor oder die Pastorin Zeit nehmen mit dem Paar ausführlich über ihre Geschichte, ihre Erfahrungen und Hoffnungen zu sprechen, um dem im Gottesdienst Ausdruck geben zu können. Er wird mit ihnen gemeinsam nach einem Bibelwort suchen, das zu ihren Vorstellungen passt.

"Vor Gott und dieser Gemeinde"

Partnerschaft braucht Begleitung und Unterstützung – von Gott und den Mitmenschen. Deshalb geschieht der Trau-Gottesdienst öffentlich und im Beisein der mitfeiernden Freunde, Eltern, Familien. Diese Feier lässt nochmals deutlich werden, auch wenn die beiden schon länger zusammen sind: Hier hat etwas Eigenes und Neues begonnen. Es wird in dieser Dreiviertelstunde des Gottesdienstes nochmal „verdichtet“, was ja meistens schon eine längere Geschichte hat und was auf weitere viele Jahre angelegt ist. In der Bibel gibt es etliche Erzählungen, in denen es um den Segen geht. Und meistens spielen diese Geschichten in solchen Übergangssituationen: 1. Mose 12, 1-4: Abraham soll sich auf den Weg machen, fort von seiner Familie in ein fremdes Land. Und das, was er von Gott mit auf den Weg bekommt, ist der Segen 1. Mose 32, 23-30: Jakob steht vor der Wieder-Begegnung mit Esau, seinem Bruder, den er vor Jahren um sein Erbe betrogen hatte. Nachts, an der Furt des Flusses Jabbok, ringt er mit Gott um den Segen. Jesus segnet seine Jünger, als sie ohne seine irdische Gegenwart auskommen mussten. Es geht um den Segen Gottes als einer Kraft des Gelingens, als mitgehende Gegenwart Gottes. Und solch ein Segen wird in der Trauung dem Paar zugesprochen. Hier finden Sie einen möglichen Ablauf einer Trauung. Aber es ist nur ein Beispiel, viele Formen sind möglich.

Einmalig und persönlich

Die Trauung ist ja ein großes Fest, weitreichende Hoffnungen hängen daran. Oft gab es schon eine längere Vorgeschichte, jetzt ist es ein für alle einmaliger Tag, der gestaltet werden soll und für viele ist der Gottesdienst in der Kirche der zentrale Punkt. Er ist der Angelpunkt zwischen den vielen Vorbereitungen, der standesamtlichen Trauung auf der einen Seite und der festlichen Feier nach dem Gottesdienst und dem daran anschließenden wieder Hineinfinden in den Alltag auf der anderen. Darum hängt viel daran, dass dieser Gottesdienst gelingt, dass er für dieses eine Paar stimmig wird. Der Pastor oder die Pastorin wird sich Zeit nehmen, vielleicht sind auch zwei Gespräche nötig, um mit dem Paar gemeinsam die Gestaltung zu überlegen. Dabei ist es auch möglich, andere Menschen, z.B. die Trauzeugen, Freunde oder Verwandte, bei der Gestaltung des Gottesdienstes mitwirken zu lassen, z.B. beim Gebet oder in einem Segenswort.